Was den Ingenieurbedarf in Brandenburg prägt
Wirtschaftlich lebt das Land davon, dass hier Strom erzeugt und weitergeleitet wird. In Eisenhüttenstadt und in Brandenburg an der Havel wird Stahl erzeugt und gewalzt. In Schwedt wird Rohöl verarbeitet, in Schwarzheide Kunststoff hergestellt. Cottbus hält Schienenfahrzeuge instand und rüstet sie um, dazu kommt Energietechnik. Ludwigsfelde baut Fahrzeugteile und Antriebe und hält Flugtriebwerke instand. Grünheide fertigt Fahrzeuge in Serie. Potsdam bündelt Forschung und Landesverwaltung, dazu die Ingenieurbüros.
Gesucht wird in Brandenburg fast immer für einen bestimmten Standort. Die Aufgabe hängt an einer Anlage oder an einem Netzabschnitt, den man im Betrieb kennen muss. Wer den Arbeitgeber wechselt, zieht hier deshalb häufiger um, statt länger zu fahren. Gearbeitet wird überwiegend an Anlagen im laufenden Betrieb. Wartungspläne werden geschrieben, Umbauten in Betrieb genommen, Netzanschlüsse ausgelegt und Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vorbereitet. Elektrotechnik und Verfahrenstechnik arbeiten dabei im selben Projekt. Der Maschinenbau sitzt mit am Tisch. Denn an einem Standort wird zurückgebaut und neu gebaut, oft im selben Jahr.

















