Was den Ingenieurbedarf in Sachsen prägt
Der sächsische Arbeitsmarkt für Ingenieurinnen und Ingenieure endet nicht an den drei großen Städten. Zwickau baut Fahrzeuge und bindet seine Zulieferer ein. Freiberg arbeitet an Silizium für die Chipfertigung und an Bergbautechnik. Bautzen fertigt Schienenfahrzeuge, Görlitz baut Dampfturbinen für Kraftwerke und Industrieanlagen. Im Erzgebirge und im Vogtland drehen und schleifen kleine Betriebe Präzisionsteile. Diese Teile stecken später in elektronischen Geräten und in Fahrzeugen. Energieversorger und Bahnbetriebe suchen im ganzen Land dauerhaft Ingenieurinnen und Ingenieure, ebenso die metallverarbeitenden Werke.
Chips entwerfen und Chips fertigen sind zwei verschiedene Berufe, auch wenn beides Mikroelektronik heißt. Entworfen wird die Schaltung am Rechner, meist in eigenen Entwicklungshäusern. Im Werk sorgen Ingenieurinnen und Ingenieure dafür, dass die Anlagen laufen und die Scheiben brauchbar aus der Fertigung kommen. Gesucht werden dort vor allem Fachleute, die einen Fertigungsschritt führen oder Anlagen automatisieren. Dazu kommen Konstrukteurinnen und Konstrukteure mit CAD-Erfahrung. Im Werkzeug- und Sondermaschinenbau steht die einzelne Maschine im Mittelpunkt. Gestell, Antrieb, Steuerung und Kühlung werden für einen Anwendungsfall ausgelegt. In der Fahrzeugmontage geht es darum, Material rechtzeitig an die Linie zu bringen und Anlagen zwischen den Takten instand zu halten. Ingenieurbüros und Forschungsinstitute arbeiten den Werken zu. Dort wechseln die Projekte, statt dass eine Serie über Jahre läuft.

















