Wirtschaftsprofil
Was den Ingenieurbedarf in Schleswig-Holstein prägt
Die maritime Wirtschaft trägt den industriellen Kern des Landes: Werften bauen Marine- und Spezialschiffe; daneben arbeiten Meerestechnik und Hafenbetriebe mit ihren Zulieferern. Der zweite große Arbeitgeberblock ist die Energiewirtschaft: von der Windkraft über Umspann- und Konvertertechnik bis zur Höchstspannungsleitung an Land. Um Lübeck besetzen Medizintechnik und Life Sciences ein eigenes, dicht belegtes Feld. Geräte entstehen dort nach der europäischen Medizinprodukteverordnung und werden lückenlos dokumentiert. Die Ernährungsindustrie verteilt sich über die Fläche; an der Unterelbe ergänzen Chemieanlagen und Hafenumschlag das Bild um Verfahrens- und Anlagentechnik.
Trassen planen, Konverter auslegen, den Bau überwachen, die Anlage in Betrieb nehmen: im Netzausbau vergeben die Betreiber diese Abschnitte getrennt. Ingenieurinnen und Ingenieure aus Elektrotechnik, Bauwesen und Planungsrecht übernehmen sie nacheinander. Im Schiffbau ist der Zuschnitt ein anderer. Jedes Schiff bleibt ein Einzelstück; die Klassifikationsgesellschaft nimmt jeden Nachweis ab. Konstruktion und Fertigungsplanung laufen deshalb über die gesamte Bauzeit nebeneinander her, erprobt wird schon an der Pier. Die Medizintechnik bindet Entwicklung und Qualitätssicherung dauerhaft aneinander: die technische Dokumentation wächst mit jeder Änderung am Gerät mit. Ingenieurbüros im Süden des Landes planen daneben Gebäudetechnik und Industrieanlagen für Auftraggeber aus der Metropolregion.


















